Bildstöcke und Flurkreuze in Reiterswiesen

 

Auch ein steinerner Bildstock in der Flur, ist am Fuße des „Schemmels“ zu finden. Er erscheint dem Betrachter ziemlich unförmig, da die wuchtigen Proportionen des Sockels und der Säule die Aufsatztafel in den Hintergrund treten lassen. Der Tischsockel, der nicht wie der übrige Teil aus Sandstein, sondern aus Muschelkalk ist, trägt die Inschrift „Gelobt sey Jesus Christus 1915“. Die rechteckige Aufsatztafel zeigt in ihrer Bildnische ein Motiv, das unmittelbar darunter als Geißelung des Heilands auf der Wies bezeichnet wird. Dieses Passionsmotiv stellt den geschundenen Heiland dar, der an eine hüfthohe Säule geschmiedet ist. Derartige Bildstöcke wurden oft in Erfüllung eines Gelübdes gestiftet.